
Evangelisch-Lutherische Kirche Šilutė

Die Kirche von Šilutė galt als eine der schönsten evangelisch-lutherischen Kirchen in Ostpreußen. Das Grundstück für die Kirche und das Pfarrhaus wurde vom Gutsherrn Hugo Scheu gestiftet. Die Kirche wurde 1926 nach einem Entwurf des Architekten K. Gutknecht erbaut. Auffällig ist der 50 Meter hohe Turm mit drei Glocken und der größten Turmuhr Litauens.
Das Innere der Kirche ist mit Säulen, Balkonen, Buntglasfenstern und Gemälden geschmückt und bietet Platz für 950 Sitzplätze. Hinter dem Hauptaltar befindet sich ein 80 m² großes Fresko, gemalt von Richard Pfeifer, ehemaliger Professor an der Kunstakademie Königsberg. Das Fresko zeigt 104 Personen – katholische Heilige, Persönlichkeiten der Reformation und der evangelischen Kirche, Wissenschaftler, Künstler, Kirchenratsmitglieder sowie Bauherren der Kirche. Auch der Mäzen H. Scheu ist zu sehen, wie er ein Modell der Kirche in der Hand hält.
Die Kirche blieb im Zweiten Weltkrieg unbeschädigt. Die evangelisch-lutherische Gemeinde Šilutė wurde am 27. August 1948 offiziell registriert.