Buvusios „Eglutės“ sanatorijos pastatas Šilutėje

Im Jahr 1888 wurde auf Initiative des Pfarrers Wichmann ein katholisches Waisenhaus gegründet, das jährlich Unterstützung von der preußischen Regierung erhielt. Das Heim beherbergte rund 60 Kinder – Waisen und Findelkinder. 1905 wurde ein neues, großzügiges, dreistöckiges Gebäude errichtet. Das Heim wurde von deutschen Elisabethschwestern geführt. Im Herbst 1944, als sich die Front näherte, wurden die Bewohner zusammen mit den Nonnen nach Ostpreußen evakuiert.
1949 wurde im Gebäude ein Wohnhaus mit kommunalen Wohnungen eingerichtet. 1961 wurde dort das Kinder-Tuberkulose-Sanatorium „Eglutė“ eröffnet. Es behandelte Kinder im Alter von 6 bis 16 Jahren aus 28 litauischen Bezirken. Das Sanatorium hatte 100 Betten – 25 für Vorschulkinder und 75 für Schulkinder. Eine achtklassige Schule war angegliedert. Hier arbeiteten 3 Ärzte, 20 Krankenschwestern, 10 Lehrer und 6 Erzieherinnen. Am 7. November 2004 wurde das Sanatorium geschlossen.
Ein historischer Tag für Šilutė war der 5. Dezember 2022, als das restaurierte ehemalige „Eglutė“-Sanatorium wiedereröffnet wurde – nun als Zentrum für spirituelle Kultur, das kulturellen und religiösen Gemeinschaften sowie allen, die sich für das Kulturerbe von Šilutė interessieren, offensteht.