Šilutės senosios evangelikų liuteronų kapinės

Von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis in die 1830er Jahre wurden die Bewohner der Dörfer Šilokarčema, Žibai und Verdainė auf dem Kirchhof der Verdainė-Kirche beigesetzt. Mit dem Wachstum der Siedlungen wurde der Platz zu knapp. 1832 wurde ein neuer evangelischer Friedhof an der Kreuzung der heutigen Geležinkelio- und Tilžės-Straße eröffnet.
Wohlhabende Bürger legten Familiengräber mit Begräbnisgewölben an, oft eingefasst mit schmiedeeisernen Zäunen. Die Grabstätten wurden meist durch geschmiedete oder gegossene Kreuze gekennzeichnet. Später wurde der Friedhof mit einem Metallzaun umgeben, und um 1907 wurde eine gemauerte Kapelle gebaut.
Nach 1945 wurde der Friedhof systematisch zerstört und 1962 offiziell geschlossen. Die Gräber verfielen, die Kapelle blieb ohne Fenster.
2009 begann die Restaurierung der Kapelle, die am 25. Mai 2013 geweiht und wiedereröffnet wurde.
Hier ruhen die Eltern des Schriftstellers Hermann Sudermann sowie die Familiengräber der Buchhändler Sekunos und Štaliai.