
Marktplatz von Žemaičių Naumiestis

Der Marktplatz von Žemaičių Naumiestis ist ein unregelmäßig dreieckiger Platz, etwa einen halben Kilometer lang und einen Hektar groß, gepflastert mit Steinen und umgeben von Mauerwerk und Gebäuden.
Am spitzen Ende errichtete der Handwerker, Buchschmuggler und Tischler Domininkas Markvaldas im Jahr 1928 ein Denkmal zum zehnten Jahrestag der Unabhängigkeit Litauens.
Das Alltagsleben der Einwohner war stark von der nahegelegenen Grenze beeinflusst, die einst Klein- und Großlitauen trennte.
Als Grenzort zeichnete sich Žemaičių Naumiestis durch seine multikulturelle Atmosphäre aus.
Bis heute stehen hier drei Gotteshäuser: die evangelisch-lutherische Kirche (1842), die katholische Kirche (1782) und die jüdische Synagoge (1816).
Der mit Pflastersteinen belegte Marktplatz, der sich seit dem frühen 19. Jahrhundert kaum verändert hat, spiegelt die kulturelle Vielfalt der Stadt wider.
Die umliegenden Gebäude erinnern an die früheren jüdischen, litauischen und Lietuvininkai-Geschäfte, Gasthäuser und Werkstätten.
Das Museum in Žemaičių Naumiestis widmet sich der Geschichte dieses multikulturellen Grenzortes.