Vainutas ist eine Grenzstadt in Žemaitija, die in einem wunderschönen Tal liegt, wo die Šyša ihren Lauf beginnt. Die Stadt wurde erstmals im Jahr 1506 in historischen Quellen erwähnt. Im Jahr 1640 lebten hier 29 Familien. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts, während des Großen Nordischen Krieges, wurde die Stadt komplett niedergebrannt, sodass kein einziger Einwohner übrig blieb. Mit der Zeit wurde Vainutas wieder aufgebaut, eine Kirche und eine Schule wurden errichtet, doch 1853 brannte die Stadt erneut ab. Nach jeder Katastrophe erholte sie sich jedoch schnell.
Von 1853 bis 1855 arbeitete der berühmte litauische Dichter und Literaturklassiker Antanas Baranauskas als Schreibergehilfe in Vainutas. Sein bekanntestes Werk ist das Gedicht “Anykščių šilelis”. Er beschrieb auch den Brand von Vainutas in Versen. Im Jahr 1856 wurde eine kleine Kirche gebaut, die 1869 auf Initiative von Bischof Motiejus Valančius umgebaut wurde. Diese Kirche existiert noch heute – ein rechteckiges Gebäude aus Steinmauerwerk mit zwei Türmen und einer Apsis, das im Inneren drei Altäre enthält. Der Kirchenhof ist mit einer Steinmauer umgeben.
Die Stadt ist geschmückt mit Gedenkpfählen für Antanas Baranauskas, einer Hirtenstatue, einem Gedenkstein zur Wiederherstellung der litauischen Unabhängigkeit sowie dem Atgimimas-Eichenhain. Am Eingang der Stadt steht auf einem Steinsockel das Symbol von Vainutas – eine Eichenkanone.
Heute finden Besucher eine kleine, ruhige Stadt, in der die Zeit langsam fließt, ähnlich wie das Wasser der Šyša. Schule, Kirche, Geschäft und Friedhof sind alle nah beieinander. Wenn der Frühling erwacht, werden Besucher aus Žemaičių Naumiestis von dem Stadtnamen Vainutas begrüßt, der mit blühenden Wildblumen am Hang geschrieben steht.
Vainutas
Aktualisierungsdatum: 2025-02-28