Žemaičių Naumiestis/Neue Münster


ŽEMAIČIŲ NAUMIESTIS

Es ist die alte Grenzstadt des Plattlitauens,  deren Umgebungen seit dem 14. Jahrhundert bewohnt sind. Eine besondere Bedeutung hat das Städtchen nach dem Aufstand von 1863 -1864 bekommen, als die litauische Presse verboten wurde. Das Städtchen wurde zu einem wichtigen Verteilungspunkt der verbotenen litauischen Literatur. Hier ging eine der wichtigsten Straßen der Buchschmuggler vorbei. Mit Steinen gepflasterter und vom 19. Jahrhundert wenig veränderter Marktplatz erinnert ebenfalls an das multikulturelle Leben des Grenzstädtchens. Hier stehende Häuser erinnern als Live-Exponate an die jüdischen, litauischen, Kleinlitauischen Geschäften, Kneipen, Werkstätten. Es wird angenommen, dass in der Nähe von Žemaičių Naumiestis der Autor des ersten litauischen Buches Martynas Mažvydas geboren und aufgewachsen ist. Für ihn ist sogar ein Gedenkstein gebaut. Die unveränderte Architektur des Städtchens lockt seit vielen Jahren die litauischen Filmemacher an.